„Nehmt Neuland unter den Pflug“ – Installation von Pfarrer Sebastian Schmidt

 

Ein solch seltener Festgottesdienst bedarf eines Kirchenzugs.

Die Blaskapelle Altenstadt, über 25 Fahnenabordnungen, 22 Geistliche, Würdenträger der Pfarreiengemeinschaft, umrahmt von einer munteren Schar Ministranten – so begleitet wurde Sebastian Schmidt zur Installation als Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Altenstadt.

 

Die Basilika war bis auf den letzten Platz besetzt, Bürgermeister und die Pastoren der evangelischen Gemeinde Schongau waren ebenfalls unter den Besuchern, sowie zahlreiche Mitglieder aus Pfarrer Schmidts vorheriger Pfarrgemeinde Buchloe, die eigens mit einem Bus angereist waren.

 

Dekan Fetsch zelebrierte die Messe bis zur Übergabe der liturgischen Orte, dem Taufbecken, dem Beichtstuhl, dem Ambo und dem Altar. In seiner Predigt sprach er von der Bedeutung des Festes Christkönig für die Gläubigen und er richtete sein Wort an Pfarrer Schmidt. „Es beginnt etwas Neues in Ihrem Leben. Sie machen sich gemeinsam mit Ihrer Gemeinde auf den Weg ins Neuland“, anlehnend an die Messe, „Nehmt Neuland unter den Pflug“ die vom Chor, bestehend aus Mitgliedern der sechs Pfarrgemeinden unter der Leitung von Frau Kagermeier-Cesak gesungen wurde. Pastoralratsvorsitzende Christiane Scheurer begrüßte Pfarrer Schmidt und Mitglieder des Pastoralrates überreichten ihm eine Kerze, die vor dem Altar entzündet wurde.

 

Beim anschließenden Stehempfang in der Schule nahm Pfarrer Schmidt Geschenke entgegen.

Einen Spaten, der eine „Garantiezeit von zehn Jahren“ hat, überreichte Thomas Götz aus Hohenfurch im Namen der Kirchenstiftungen innerhalb der Pfarreiengemeinschaft Altenstadt. Er drückte damit die Hoffnung auf ein möglichst langes Wirken des neuen Seelsorgers aus.

Die Bürgermeister Albert Hadersbeck, Guntram Vogelsgesang, Siegfried Neumann und Norbert Essich überraschten den Pfarrer mit Gutscheinen für die Gaststätten in den Dörfern innerhalb der PG. Schongaus zweiter Bürgermeister Tobias Kalbitzer erinnerte in seinem Grußwort an das historische Patronatsrecht des Stadtrates, der formell seine Zustimmung gibt, wenn in Altenstadt ein neuer Seelsorger berufen wird.

Pfarrer Jost Herrmann von der evangelischen Gemeinde, der ein Gesangsbuch mit kirchlichen Liedern als Präsent mitbrachte, freute sich auf ein gutes Miteinander im Zeichen der Ökumene. Angehörige der PG Buchloe, wo Schmidt zuletzt Kaplan war, hatten zur Erinnerung an die bisherige Wirkungsstätte ein Kreuz an den jungen Priester überreicht, der nun die erste Pfarrstelle übernommen hat.


Verabschiedung Herr Pfarrer Klein

 

"Altenstadt war ein Geschenk für mich"

 

Nach sieben Jahren haben wir im Rahmen des Festgottesdienstes zum Patrozinium St. Michael 

Herrn Pfarrer Klein verabschiedet. Mehr als 90 Ministranten aus der Pfarreiengemeinschaft zogen feierlich mit ihm, Herrn Pfarrer Beyrer und Herrn Prälat Frieß in die bis auf den letzten Platz besetzte Basilika ein.

 

 

 

In seiner Ansprache erinnerte sich Herr Pfarrer Klein an seine Predigt bei seiner Amtseinführung. Damals sprach er über Engel, die Boten Gottes. Er ist überzeugt, dass ihm die Engel den richtigen Weg zeigten und ihn beschützten.

Er bedankte sich bei allen, die ihn unterstützt und begleitet haben, besonders bei den Menschen, 

die nicht immer Ja und Amen gesagt hätten.

"Wir sind ein Stück Weg mitein-ander gegangen" - für's Da-Sein und Mit-Leben sagten die Vertreter der Pfarrgemeinderäte "DANKE" und überreichten ihm einen "Korb voller guter Wünsche", verbunden mit Dingen, die er gerne mag.

Er bedankte sich herzlich und betonte, er sei gerne hier gewesen und der Abschied falle ihm nicht leicht. Am Ende der Messe, die der Altenstadter Kirchenchor mit der Jugendmesse in F von Joseph Haydn gestaltet hatte, sangen alle Gottesdienstbesucher den Choral "Großer Gott“.

 

 

 

Beim anschließenden Stehem-pfang im Foyer der Grundschule gab es noch Gelegenheit, sich persönlich von unserem ehemali-gen Seelsorger zu verabschieden. Im Namen der Gemeinden bedankte sich Herr Bürgermeister Hadersbeck für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und überreichte gemeinsam mit Herrn Thomas Götz, dem Vertreter der Kirchen-verwaltungen, ein Bild von den Türmen unserer sechs Kirchen.  Der Gemeinschaftschor, unter der Leitung von Frau Ulrike Kagermeier-Cesak, hat durch den Vortrag von passenden Liedern zum guten Gelingen des Stehempfanges beigetragen. Stellvertretend für alle Kirchenchöre überreichte Herr Bernhard Walter als Abschieds-geschenk eine schön dekorierte Orgelpfeife.  

Wir alle wünschen Herrn Pfarrer Klein für seine neuen seel-sorgerischen Aufgaben in Neu-Ulm von Herzen alles erdenklich Gute, viel Kraft, um neue Wege zu gehen und Gottes reichen Segen!

 

Er wird immer ein gern gesehener Gast in unserer Pfarreien-Gemeinschaft sein.

 

Der Pastoralrat

 

 

Bildergalerie vom Abschieds-Gottesdienst - Danke an alle Pfarreien für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung!

 


Mitarbeiterausflug 2019 - Radom und Kirche St. Johann in Raisting

  

Altenstadt – Der diesjährige Mitarbeiterausflug der Pfarreingemeinschaft Altenstadt führte Haupt- und Ehrenamtliche aller sechs Pfarreien Anfang Juli nach Raisting.

Eine interessante Führung im Radon informierte alle Mitfahrenden dort über die denkmalgeschützte Erdfunkstation. Bei strahlendem Sonnenschein ging es dann zu Fuß weiter zur Kapelle St. Johann um eine gemeinsame Andacht mit Pfarrer Klein zu feiern. Der Bus fuhr anschließend weiter zum Gasthof Post, wo der Tag in gemütlicher Runde und bei gutem Essen beendet wurde. 

 

An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an alle Helfer der Pfarreiengemeinschaft Altenstadt

und deren Engagement für die jeweilgen Pfarreien.

 


Gemeinsame Verlautbarung der katholischen Pfarrei Altenstadt und des evangelischen Kirchenvorstandes Schongau

In den letzten Wochen gab es verschiedene Gespräche zwischen dem Kirchenvorstand der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Schongau mit Pfarrerin Julia Steller und Pfarrer Jost Herrmann und Vertretern des Altenstadter Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung mit Pfarrer Karl Klein. Dabei wurde ausgiebig über das ökumenische Miteinander in der Region und die Nutzung der Basilika gesprochen. 

Von katholischer Seite wurde betont, dass die gute und lange Tradition der ökumenischen Gastfreundschaft aufrechterhalten wird. Die katholischen Christen haben ihre evangelischen Geschwister gerne bei sich zu Gast.  Die monatliche Nutzung der Basilika für evangelische Gottesdienste stand außer Frage. Um jedoch die Mesner und Mesnerinnen der Basilika zu entlasten, bat Pfarrer Klein, an Feiertagen, an denen die evangelische Dreifaltigkeitskirche in Schongau zu klein ist (Heilig Abend und Karfreitag), im Wechsel auch andere Kirchen zu nutzen. 

Alle Seiten sahen die Verbundenheit vieler Christen mit der Basilika Altenstadt, aber auch die Schwierigkeiten und großen Arbeitsbelastungen für die Mesner und Mesnerinnen, die gerade an den Hochfesten in dieser Kirche auflaufen. 

Um beiden Anliegen gerecht zu werden, wurde vereinbart, dass die evangelische Gemeinde am Karfreitag weiterhin die Basilika nutzen darf. Am Heiligen Abend wird die Evangelische Gemeinde (neben den vier Gottesdiensten in der Dreifaltigkeitskirche) zusätzlich auf eine andere Kirche der Pfarreiengemeinschaft Altenstadt oder auf die Heilig-Geist Kirche St. Anna in Schongau ausweichen. 

Der evangelische Karfreitagsgottesdienst 2019 wird mit dem Schongauer Stadtchor, also wie gewohnt, in der Basilika um 9 Uhr stattfinden. Zusätzlich lädt die evangelische Kirchengemeinde um 15 Uhr zu einem Abendmahlsgottesdienst in die Dreifaltigkeitskirche ein. 

Das große Echo in den letzten Wochen zeigt, wie wichtig der Region eine gute Zusammenarbeit zwischen den Konfessionen ist. Die Vertreter und Vertreterinnen der Gremien und die Geistlichen betonen, dass sie die gute ökumenische Tradition fortführen, ja neu beleben wollen. 

Karl Klein, Pfarrer

Jost Herrmann, Pfarrer