Die Pfarrkirche Hohenfurch

 

Der Ort Hohenfurch besaß schon in romanischer Zeit eine Dorfkirche. Die Pfarrei stand lange Zeit unter dem Patronat des Benediktinerklosters St. Mang in Füssen. Die Kirche wurde mehrmals umgebaut und erweitert. Ihre heutige Gestalt erhielt sie in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, als sie im Stil des Rokkoko von Johannes Hehl – Göggingen mit Fresken und von Josef Fischer – Faulenbach mit Stukkaturen ausgestattet und am 30.08.1754 durch den Füssener Abt Gallus Zeiler neu benediziert wurde.

 

Die religiösen Themen der Pfarrkirche sind einerseits vom Patrozinium Mariä Himmelfahrt und andererseits durch die damalige Schutzengel-Bruderschaft bestimmt. So hält auf dem Hauptaltar Maria dem Beter ihr göttliches Kind entgegen, das die Gemeinde segnet. Als Zeichen seiner Herrschaft trägt er die Weltkugel in der Hand. Der Madonna zur Seite stehen die beiden hll. Benedikt und Magnus, sowie die Rosenkranzheiligen Katharina von Siena und Dominikus. Die Fresken im Chorraum (Übermalungen aus dem 19. Jahrhundert) zeigen die Krönung Mariens durch die heiligste Dreifaltigkeit. Das Deckenfresko des Langhauses zeigt die Himmelfahrt Mariens. Ein weiteres Fresko über der Orgelempore weist hin auf den Dienst der Engel, die die göttliche Dreifaltigkeit verehren und anbeten und als Schutzengel die Menschen vor allen Gefahren und Verführungen der Welt bewahren. Auch zwischen den Stichkappen des Langhauses künden kleinere Fresken von biblischen Episoden, bei denen die Engel die Menschen beschützen und stärken, z.B. Elia unter dem Ginsterstrauch, Hagar in der Wüste, Daniel in der Löwengrube. Die Kreuzwegstationen sind ebenfalls als Fresken von Johannes Hehl gemalt. Der rechte Seitenaltar (Bruderschaftsaltar) zeigt den Seher Johannes, wie er die himmlische Frau erblickt; der linke Seitenaltar ist den 14 Nothelfern gewidmet. 

 

Die Pfarrkirche in Hohenfurch ist unter Tags für Besuch und für Gebet geöffnet. 

 

(Text von Guntram Vogelsgenag)